Mittwoch, 20. April 2011

Mmmhhh, Puffer

Wer kennt das nicht? Das Bad müsste mal wieder saubergemacht werden, weil schon wieder ein Jahr rum ist. Jemand müsste mal abwaschen oder die Spühlmaschine anstellen, weil der Tellersta... äh... die Tellerschlange völlig unterlaufen ist. Die Unterhose ist nach einer anstrengenden Wochenschicht bereit, die Waschmaschinenladung zu vervollständigen und freut sich auf's entspannte Abhängen nach der Wäsche. Die Zähne müssen mal geputzt werden wegen des ollen Zahnarzttermins.

Der schöne Enthusiasmus entweicht natürlich in schneller Zeit wie die Luft aus einer Luftmatratze mit geöffnetem Pinöpel ohne Rückschlagventil... nee, oder eher wie das Glibberzeug aus einer angeschnittenen Tomate! Oder besser noch wie das Glibberzeug aus zwei angeschnittenen Tomaten! Äh, Zitronensaftpresse, äh... Oh, jetzt habe ich was! RUMSBUMS wie die Luft aus einem ehemals prallst gefüllten aber kürzlich geplatzten Luftballon entweicht der ganze Enthusiasmus aus einem selber, wenn dann Putzmittel, Spülmittel bzw. Spültabs, Waschmittel oder Zahnpasta fehlen.

Was ist hier passiert, meine Damen und Herren? Ganz klar, die entsprechende Verbrauchsware wurde verbraucht und bislang noch nicht wieder neu angeschafft. Offenbar wurde hier eine Alltagsoptimierung versäumt: die Doppelpufferung.

Bei der Doppelpufferung geht es darum, eine Ressource in zwei Teile zu teilen (bzw. die Ressource doppelt vorzuhalten). Der eine Teil ist stets in Gebrauch (wird verbraucht) während der andere Teil für den Gebrauch vorbereitet (angeschafft und gelagert) wird. Was ich mit umständlichen Worten sagen will, ist: Lagert Euch jeweils zwei Deos, Küchenrollenpackungen, Müllbeutelrollen und sonstige Verbrauchsgüter ein. Wenn das eine leer ist, bricht man das andere an und der Posten wird auf den Einkaufszettel gesetzt. Der Einkauf ist dann nicht ganz so eilig.

Allgemeiner kann man natürlich mit beliebig großen Multipuffern arbeiten. Z.B. haben wir immer vier Wasserkästen zu Hause, von denen drei ausgetauscht werden, sobald sie mit leeren Pfandflaschen gefüllt sind.

Der entscheidende Trick ist, das Hinzufügen zum Einkaufszettel durch ein definiertes Ereignis auszulösen. Dieses Ereignis muss so gewählt sein, dass genug Zeit für den Einkauf bleibt, bevor das eingelagerte Verbrauchsgut erschöpft ist. Und da finde ich eignet sich "wenn nur noch eins da ist" viel besser zu als "wenn's alle ist". ;)