Mittwoch, 21. Mai 2014

Motorsteuerung

Schon letztes Jahr nahm ich einen defekten CD Rekorder meines Sohnes auseinander, um an all die interessanten Bauteile zu gelangen, die man beim Basteln verwerten kann. Dabei hatte ich besonders an die Motoren des CD Players und des Kassettenlaufwerks gedacht.
Zu einem ersten den-Motor-mit-eigener-Stromquelle-drehen konnte ich mich bis vor kurzem nicht aufraffen, weil ich nicht so ein tolles Netzteil mit allem Pipapo habe wie z.B. mein Kumpel Kai. Bei mir gibt's nur olle Netzteile von wer weiß was für Geräten und Batterien. Ein billiges Multimeter lässt mich erahnen, wann und in welcher Richtung mehr oder weniger Strom fließt oder fließen will. Mein Kumpel Kai nennt das Gerät Schätzometer. Oder war's Multischätzer? Na, egal.
Arduino in seinem gemütlichen Nest
Neulich habe ich mich allen Unwegsamkeiten zum Trotz doch darangemacht. Zunächst mal habe ich Kabel an eine Netzteilbuchse eines ausgedienten Babyfons gelötet, damit ich mein Breadboard einigermaßen komfortabel mit Energie versorgen kann. Dann habe ich meinen recht Arduino MICRO auf das Breadboard gesteckt - passt perfekt, was wohl kein Zufall ist.
Mit einem Poti wollte ich die Geschwindigkeit eines Motors steuern. Als elektrotechnische Niete wusste ich nicht so recht, ob ich nun überrascht sein sollte, dass das so direkt eher banane funktioniert. Das erinnerte mich an die Kupplung meines alten Opel Kadetts: ganz kleiner Spielraum in der Mitte und bei Rennen kein Pokal absehbar.
Fertige Teststeuerung (ohne Diode)
Des Rätsels Lösung war dann, den Wert des Potis mit dem Arduino auszulesen und damit einen PWM Ausgang zu regeln. Dieser wiederum steuert einen Transistor, um nicht auf die 5V und die geringe Stromstärke des Arduinos beschränkt zu sein. Nach diversen falschen ach-so-funktioniert-das-Alarmen hatte ich dann auch irgendwann die richtige Schaltung um den Transistor herausgefunden. Geht. ;)
Da das ganze ein gängiges Vorgehen ist, um einen Motor per Arduino zu steuern, gibt es dazu diverse Anleitungen im Netz. Darüber habe ich im Nachhinein erfahren, dass ich besser noch eine Diode hätte verbauen sollen, um den Transistor und den Arduino vor einer Art initialen Rückstoß des Motors zu schützen. Bislang ist aber wohl noch nichts kaputt gegangen. ;)